| Generalbauinspektor Albert Speer war sich bewusst, dass der Berliner Untergrund für ein Gebäude mit der Masse des Triumphbogens möglicherweise nicht tauglich war. Um den Druck auf den Boden zu simulieren, mussten französische Zwangsarbeiter schuften und den massigen Betonklotz fertig stellen. Er ragt ca. 18 Meter in die Tiefe und 14 Meter in die Höhe. Der Klotz ist eigentlich ein Pilz: überirdisch misst er 21 Meter, unterirdisch 11 Meter im Durchmesser. Zwei Jahre nach seinem Bau war der Schwerbelastungskörper über 19 Zentimeter eingesunken – der Berliner Boden also nicht ohne Weiteres tauglich für ein so massiges Bauwerk wie den geplanten Triumphbogen. Der Zweite Weltkrieg und das Ende der Nationalsozialisten bedeutete auch das Ende der Germania-Planungen. Der einzige Rest dieser Planungen ist der Betonkörper, dessen Sprengung nach dem Krieg wegen der angrenzenden Wohnbebauung nicht möglich war. Was aber tun mit diesem wortwörtlich schwer belastenden Körper mitten in der Stadt? Fünfzig Jahre nach dem Ende des Krieges wurde er unter Denkmalschutz gestellt. Seit vergangenem Jahr ist er Mittelpunkt eines Informationsortes. Von einer Aussichtsplattform hat man einen Überblick über den Schwerbelastungskörper. Ich versuche ihn zu fotografieren, aber er will nicht komplett aufs Foto. Er ist zu dick und zu hoch, zu monströs – genau wie die Idee, die dahinter stand.
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Ich bin 1966 in Berlin geboren und aufgewachsen. In Berlin (Ost), um genau zu ssein. Die Geschichte meiner Familie und damit auch meine Geschichte beginnt jedoch schon 100 Jahre früher in Schlesien. "Ich habe noch bis zum 23. Juli Urlaub. Bin noch mal weggefahren." Als meine Mutter diese Nachricht von mir las, hat sie sich sicher nicht vorstellen können, dass sie mich das nächste Mal im Besuchsraum der Haftanstalt Halle wieder sehen würde, weil ich versucht hatte, die DDR zu verlassen.
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